Merz, der Mann des Übergangs

Kann man von dem hölzernen Stakkato dieses Kanzlers auf den Inhalt schließen („Dafür stehe ich und das wird auch so bleiben“)?

Man kann sich vorstellen, dass die Schwerindustrie, die von der Aufrüstung profitiert, von dieser Aussage beruhigt ist und viele Kreise, die ihre gesellschaftliche Stellung für angemessen halten, sind mit dieser Aussage zufrieden, sie befürchten aber einen Abstieg, im öffentlichen Ansehen oder bei den materiellen Lebensverhältnissen.

Sie ahnen, dass ein erheblicher Wandel begonnen hat; auf der Münchner Konferenz versucht jetzt der amerikanische Außenminister den Europäern die Augen zu öffnen. Aber Merz will für die Europäer den Ton angeben und schwurbelt von Freiheit und Sicherheit. Dieser Anspruch gründet auf einer geplanten deutschen Armee mit 400.000 Soldaten, 6500 Panzern (Stückpreis 28 bis 40 Millionen Euro) und amerikanischen Kampfflugzeugen, (von Kosten in Höhe von fünf Milliarden Euro ist die Rede) die „tief im russischen Hinterland Bomben abwerfen können“.

Außerdem will er über den Einsatz der französischen Atomwaffen mitreden.  Sie sollen zur „Verteidigung Deutschlands“ eingesetzt werden, Macron aber hält sich zurück.

Ohne die Aufnahme gemeinsamer Schulden, lässt sich ihre Atomstreitmacht nicht modernisieren bzw. zur Einsatzbereitschaft bringen und Deutschland hat bei den Schulden noch Spielraum.

 Die Begriffe Freiheit und Sicherheit sind für die politische Klasse die Chiffren, dass die Verhältnisse so bleiben. Merz präsentiert sich als der Mann, der jedem seinen Status garantiert. Dieser Mann von gestern begleitet den Übergang.

Er wird auch den Gemeinschafts- Schulden zustimmen, denn er hat keine Alternative.  Von Meloni bekommt er ein paar freundliche Gesten, aber nur so lange wie Deutschland bezahlt.  Die Italiener setzen ihre kulturelle Identität nicht aufs Spiel.  Den Schwurbel- Kanzler, der die Geschlechtsdysphorie staatlich fördert und Diversität zur Staatsräson erklärt, können Sie nur mit Mühe ertragen.

 Die Eliten aber hoffen, dass mit einer führenden Rolle Deutschlands auch ihre eigene Rolle gesichert wird, Wie viel Führungsanspruch kostet, ist ihnen nicht bewusst.  Leben sie etwa über ihre Verhältnisse?

Aber Deutschland bietet geduldige Gewerkschaften mit Tarifabschlüssen über lange Zeiträume und den größten Niedriglohnsektor Europas. Dass auf siebzigtausend offene Stellen zweihundertachtzigtausend junge Menschen ohne Ausbildung kommen (Migranten werden dabei nicht mitgezählt), stört offenbar niemanden.

Der Verschuldungsgrad liegt erst bei 80 % und bis die 120 % Frankreichs erreicht werden, hat die inoffizielle Vier- Parteien- Koalition noch viel Spielraum bevor die Kapitalmärkte unruhig werden und weitere Einschnitte bei den sozialen Ausgaben fordern.

Die Chemieindustrie baut Kapazitäten ab, entlässt Facharbeiter und es besteht keine Aussicht, dass das alte Produktionsniveau wieder erreicht wird.  Dieser Prozess erstreckt sich auch auf andere Industriezweige und wird durch die Energieverteuerung beschleunigt. Fachleute sprechen von Deindustrialisierung.

Nur eine kleinen Minderheit glaubt, dass die gigantische Aufrüstung diesen Prozess, der dem Wirtschaftskreislauf viele junge Leute und Facharbeiter entzieht, aufhalten wird.  Der ungebremste, mehrere Millionen Personen umfassende Zuzug von Migranten aus Afghanistan, Syrien und der Ukraine kann sich erst in ein oder zwei Generationen positiv auf die Produktivität auswirken. Aber etwas anderes hat die Merzclique der wirtschaftlichen Elite nicht zu bieten, sodass die Lage hoffnungslos erscheint

3 Replies to “Merz, der Mann des Übergangs”

  1. „Im Sommer 2024 behaupteten sowohl die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock als auch der ehemalige deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz öffentlich, ein Video gesehen zu haben, das Hamas-Kämpfer bei der Vergewaltigung israelischer Frauen am 7. Oktober 2023 zeigt. Ein solches Video existiert jedoch nicht. Mackert führt dann aus, dass es schwer vorstellbar war, dass diese bewusste Irreführung der deutschen Öffentlichkeit bald von noch dreisteren Aktionen der höchsten deutschen Vertreter überschattet werden würde. Doch seither, so der Artikel, haben „politischer Anstand und Integrität weiter abgenommen„.

    In der Woche vom 9. bis 15. Februar, so liest man weiter, habe sich Johann Wadepuhl, Deutschlands Außenminister und bedingungsloser Anhänger des zionistischen Regimes, bereit gezeigt, die widerwärtige Strategie der Verleumdungskampagnen anzuwenden, die seit Langem zu Israels gängigsten Mitteln gegen Menschenrechts- und zivilgesellschaftliche Organisationen zählt. Verleumdung und üble Nachrede seien zu Standardmitteln geworden, um diejenigen zu diffamieren, die dem Siedlerkolonialregime Völkermord und ethnische Säuberungen vorwerfen, seine unmenschliche Politik gegenüber den Palästinensern kritisieren oder seine Verstöße gegen das Völkerrecht aufzeigen.
    Erfreut darüber, dass ein anderer EU-Außenminister Albanese verleumdet und des Antisemitismus bezichtigt hatte, habe sich der Minister, ganz im Sinne eines typisch deutschen Pawlowschen Reflexes, der antisemitischen Hetzkampagne angeschlossen.

    Dieser versuchte Rufmord, so erklärt der Artikel, basierend auf einer Verdrehung von Albaneses Worten, zähle zu den beunruhigendsten Episoden der jüngeren deutschen Außenpolitik. Baerbocks Lügen verblassten im Vergleich dazu. Tatsächlich sei die deutsche Außenpolitik auf das Niveau zionistischer Hetzkampagnen gesunken. Wadepuhl spiele international die Antisemitismuskarte, während ähnliche Anschuldigungen innerhalb Deutschlands gegen jene gerichtet werden, die sich dem Zionismus widersetzen oder Berlins Unterstützung für Israel kritisieren.
    Die Bundestagspräsidentin als Agentin zionistischer Propaganda

    Dann folgt ein weiteres Beispiel. Als Julia Klöckner, die Präsidentin des Deutschen Bundestages und „Freundin“ des zionistischen Regimes, dieses vom 10. bis 12. Februar besuchte, sei deutlich geworden, wie weit selbst die zweitwichtigste Repräsentantin des deutschen Staates bereit ist, sich im Dienste der Kriegsverbrecher zu erniedrigen. Klöckner sei im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ARD aufgetreten, irgendwo an der Gelben Linie – der Frontlinie des andauernden Völkermords – und wiederholte unterwürfig die Kriegspropaganda der israelischen Besatzungstruppen. Ihr gesamter Bericht sei nicht nur ein offizielles Schweigen zum Völkermord gewesen, sondern auch ein Zeichen intellektueller Armut.
    Mackert schreibt, dass trotz Klöckners Verdrehung der Tatsachen die Welt wisse, dass Israel Völkermord begeht und dass dieser auch nach dem, was der Westen als „Waffenstillstand“ bezeichnet, weitergeht. Die Welt wisse, dass die Zionisten Hilfslieferungen blockieren, egal ob Lebensmittel, Wasser, Zelte oder Medikamente.

    Klöckner verbreite Propaganda über das Ende der „Feindseligkeiten“ und wiederhole die verlogenen Behauptungen der israelischen Streitkräfte.“

    https://tkp.at/2026/02/18/deutschland-verwandelt-sich-in-ein-klein-israel-luegen-verleumdungskampagnen-und-zionistische-propaganda/

  2. „Eine Studie hat ergeben, dass in vier australischen Regionen mit geringen Corona-Infektionszahlen und kurzen Lockdowns die Zahl der überzähligen Todesfälle nach einer COVID-„Impfquote” von über 90 % im Jahr 2021 sprunghaft angestiegen ist. Satte 98% der Übersterblichkeit wurden durch die Impfkampagne verursacht.

    Australien war eines der Länder mit den radikalsten Corona-Maßnahmen, man dachte man könnte den Inselkontinent völlig abschotten und Infektionen mit einem Coronavirus für immer und ewig verhindern. Und dann setzte man mit massiven Druck und regelrecht militärischen Maßnahmen auf eine Durchimpfung der Bevölkerung mit den modRNA- Gentechnik-Präparaten. Die Daten zeigen nun auch für Australien klare Schäden durch die Impfung, “

    https://tkp.at/2026/02/18/uebersterblichkeit-in-australien-impfbedingt-studie/

  3. Jeffrey Sachs am 08.03.26:
    „Und bei Merz bekommt man den Eindruck, dass … Oh mein Gott, man bekommt den Eindruck, dass dieser Mann eine Rückkehr zum deutschen Militarismus will. Ich könnte mich weniger höflich ausdrücken, aber wenn man Merz betrachtet, sieht man jemanden, der offenbar nichts von moderner Geschichte weiß. Er ist aggressiv, ignorant, einerseits unterwürfig gegenüber den USA und andererseits kriegstreiberisch. Inkohärent und nicht im Interesse Europas oder Deutschlands. Er versteht seinen Job nicht. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber seine Aufgabe am ersten Tag hätte darin bestehen sollen, zum Telefon zu greifen, seinen Amtskollegen in Russland, Präsident Putin, anzurufen und mit ihm über diese wichtige Beziehung zwischen Deutschland und Russland zu sprechen, um eine Katastrophe abzuwenden und eine Art kollektive Sicherheit auf dem Kontinent wiederherzustellen. Er hat nicht einen Finger gerührt, nicht einmal. Es ist ihm nicht einmal in den Sinn gekommen, dass dies seine Aufgabe ist. Zwischen Trumps Wahnsinn und Europas Unterwürfigkeit ist das wirklich ein außerordentlich deprimierendes Bild.“

    https://tkp.at/2026/03/08/professor-jefrey-sachs-wir-sind-in-den-ersten-tagen-von-wk-iii/

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