Acht Monate schwarz-rote Regierung
Wir dachten, eine größere Katastrophe als die Ampel könnte es nicht geben.
Wer, außer den unmittelbaren Profiteuren, wartete nicht auf eine Ablösung dieses Dream- Teams? Nur so ist zu erklären, dass die Geister der Vergangenheit wieder aufstehen konnten: Merz, Röttgen, Wadephul und Co versuchen den innenpolitischen Irrwege auch in der Außenpolitik durchzusetzen:
- Deutschland soll die stärkste Armee Europas aufstellen, eine Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden.
- Alle Finanzreserven, die Deutschland im Gegensatz zu Frankreich und Großbritannien noch hat, sollen für die Rüstung aufgewendet werden.
- Russland wird zum Feind aufgebaut (Wadephul).
- Die Industriekonzerne sollen auf Panzerbau und Artilleriegeschosse umrüsten.
- Pistorius schwafelt von Kriegstüchtigkeit wie in schlimmsten Zeiten des kalten Krieges. Göbbels soll diesen Ausdruck erfunden haben.
- Linnemann sekundiert als gelehriger Schüler mit Forderungen nach „Gürtel enger schnallen“. Und Frei will sich nicht übertreffen lassen und fordert die Krankenversorgung einzuschränken.
Widerstand gibt es nicht: Grüne fordern noch stärkere Militarisierung und die Linken warten nur auf eine Neuverteilung der attraktiven Posten.
Und die AfD hofft geräuschlos in die Regierung gelangen zu können, verspricht die Windräder abzubauen und das Verhältnis zu Russland wieder zu normalisieren; zu dem Sozialabbau und der Militarisierung aber kein Wort. Offensichtlich finden heftige Auseinandersetzungen um die richtige Linie statt. Jedes Mal, wenn ein AfD- Funktionär Röttgen- bzw. Wadephul- ähnliche Sprüche von sich gibt, weidet sich die MS- Presse daran und kann ihre klammheimliche Begeisterung nicht verbergen.
Eins hat Merz aber allen anderen Europäern voraus: Deutschland hatte die wirtschaftliche Infrastruktur verfallen lassen und konnte hohe Milliardenbeträge (eine Billion) von den Finanzmärkten erhalten. Jetzt kann die schwarz-rote Regierung mit Rüstungsausgaben prassen und eine stärkere Armee als die übrigen Staaten aufstellen. Die Schwerindustrie ist lammfromm, wenn Merz von westlichen Werten schwafelt und von Freiheit. Mit der Landschaftspflege haben Deutschlands Milliardäre (Stinnes, Quandt, Porsche und Flick) viel Erfahrung gesammelt und daher ein gutes Verhältnis zur Regierung.
Das Lebensniveau der breiten Masse aber sinkt beständig:
- Wohnungsnot – nur größer geworden. Jeweils eine Million Syrer und Ukrainer drängen auf den Wohnungsmarkt.
- Heizkosten – steigen weiter. Der Bezug preiswerten russischen Gases ist weiterhin untersagt
- Preise für Lebensmittel – bleiben auf hohem Niveau, Restaurant Besuche bleiben teuer
- Auto fahren – bleibt teuer
- Steuern für den Mittelstand – keine Senkung
- Sozialabgaben – werden ständig erhöht, Leistungen werden eingeschränkt, Kassen nehmen weitere Tarifsteigerungen vor
- Firmenpleiten – nehmen zu
- finanzielle Stabilität – nimmt weiter ab, der öffentliche Verschuldungsgrad steigt mit großer Geschwindigkeit
- Arbeitslosigkeit– steigt ständig an, keiner weiß, wie es weitergeht.
- Rentner- Einkommen – das Lebensniveau fällt kontinuierlich
- Kranken und Pflegeversicherung – die Leistungen werden eingeschränkt, die Beiträge steigen
- Energiesicherheit – nimmt ab; die Sanktionen gegen Russland, die Deutschland sehr schaden, werden verstärkt.
- Ausgleich mit den Großmächten– davon kann keine Rede sein. Deutschland sitzt bei Friedensverhandlungen am Katzentisch, bietet aber hohe Milliardenbeträge, um mitzureden.
- Europäische Vereinigung – Merz schauspielert mit Macron, der von den gegnerischen Parteien finanziell kaltgestellt wurde und ohne Spielraum ist. Und Starmer wickelt die Labourpartei ab, ohne dass die Konservativen davon profitieren. In beiden Ländern warten die Oppositionsparteien auf den Fall von Merz.
Der wirtschaftliche Niedergang wird von einem kulturellen Verfall begleitet:
- Gendersprache – nach wie vor bleiben die Löhne der Frauen zurück, aber zum Ausgleich gibt es die Gendersprache
- Geschlechtsdysphorie – während diese Psychose in den USA und Großbritannien abgeklungen ist, wird sie in Deutschland noch staatlich gefördert. Die Zahlen der sogenannten geschlechts- angleichenden Operationen haben in Deutschland im letzten Jahr um 400 (Männer) und 600 (Frauen) Prozent zugenommen.
- Meinungsfreiheit – wer zu offen spricht, bekommt morgens um sechs Besuch von der Staatspolizei. Viele finden eher den Begriff Überfallkommando angemessen.
Lafontaine: Deutschland erlebt katastrophalen Verfall der Politiker-Qualität. Der BSW-Politiker Oskar Lafontaine hat in einem Interview eine vernichtende Analyse der deutschen Politikerkaste vorgelegt. Auf die Behauptung des Moderators, ob Figuren wie Friedrich Merz, Robert… pic.twitter.com/6ArDhuQw5Y
— Alina Lipp (@Alina_Lipp_X) December 28, 2025
„Die EU wird das Budget für NGOs massiv erhöhen und damit den Kulturkampf um „Wokeness“ massiv befeuern. Im Budgetplan sind über 8,5 Milliarden dazu vorgesehen, die EU-Bürger „schätzender gegenüber Vielfalt“ zu machen. Auch für Flüchtlinge und Migranten sind mehr Milliarden vorgesehen.
Sogenannte „NGOs“, Non-Governmental Organisations, sind sehr häufig eigentlich Regierungsorganisationen, die vom Staat abhängig gemacht wurden und auch der Staatsagenda dienen. Dies betrifft etwa das Zensurnetzwerk oder auch verschiedene Felder des Kulturkampfes, etwa Transgenderismus, Zuwanderung und alle möglichen Varianten von „Diversität und Inklusion“. Das neue EU-Budget für die Zeit von 2028–2034 sieht eine massive Erhöhung der Ausgaben für NGOs vor.
Der Plan sieht im Grunde eine fortschreitende Finanzierung von Aktivisten vor, die auf der Straße und außerparlamentarisch agitieren und die Agenda der EU vorantreiben, sich dabei aber als oppositionell inszenieren. Sie fordern jedoch nicht eine andere Agenda, sondern nur mehr von der EU-Agenda. Heißt: Mehr EU-Zentralisierung, mehr gesellschaftliche „Diversität“, mehr Klimapropaganda, mehr Impfungen – nur um einige Beispiele zu nennen. Der Kern des Vorschlags ist das neue Programm AgoraEU, das im Mehrjahresfinanzrahmen (MFR) 2028–2034 verankert werden soll. Die massive Erhöhung um 600 Prozent wurde medial kaum beleuchtet, vermutlich weil der Budgetplan durch die Kriegsbemühungen der EU überschattet wird.
Im neuen Budgetvorschlag steigt die Finanzierung für Migration und interne Sicherheit etwa auf 34 Milliarden Euro. Gerade im Migrationsbereich sind viele progressive NGOs aktiv, viele Milliarden werden indirekt dort landen.
Die EU zeigt damit einmal mehr, dass sie kein wirtschaftliches Bündnis zwischen Nationalstaaten sein will, sondern ein ideologischer Player, dessen politische Agenda über den Nationalstaaten steht. Die „Zivilgesellschaft“ wird dabei mit einem riesigen Finanzpaket dressiert, geführt und kodifiziert. “
https://tkp.at/2025/12/31/eu-erhoeht-ngo-budget-um-600-prozent/